Rechtsformen von Unternehmen und steuerliche Aspekte

Viele Startup- Unternehmen erleben die ersten 5 Jahre nach ihrer Gründung nicht. Ein großes Problem zur Überlebensfähigkeit stellt dabei die Finanzierung des Startup dar. Viele Gründer haben gute Ideen, die aber dann in der neugegründeten Firma mit wenig Eigenkapital unterlegt sind. Das Kapital muss vielfach mit Bankkrediten finanziert werden. Dabei treffen die Gründer aber auf oft konservative Banker mit geringem Verständnis für den Business-Plan des Startup. Oft haben die Gründer aber auch unrealistische Marktvorstellungen. In der Folge sind Kredite entweder von den Banken nicht in der benötigte Höhe gewährt oder gar nicht bewilligt worden. Ein sehr großer Teil der Finanzierung stammt auch aus geliehenem Geld von Freunden oder Verwandten. Diese Privatkredite lassen insgesamt auch meist keinen Spielraum für eine solide Finanzierung, die auch auf ungeplante Schwierigkeiten reagieren kann.

Steuerlicher Aspekt der Unternehmensgründung

Von Beginn an muss auch korrektes steuerliches Denken die Unternehmensgründung entscheidend mitbestimmen. Das Finanzamt ist ein meist kompromissloser Gläubiger und erwartet regelmäßige Zahlungen der fälligen Steuern. Gründer müssen vorab die für ihr Unternehmen auch steuerlich optimalste Unternehmensform finden. So muss regelmäßig die Umsatzsteuer in Form der Vorsteuer an das Finanzamt gezahlt werden. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, sich im Rahmen der Kleinunternehmerregelung von der Umsatzsteuer befreien zu lassen. In dem Fall darf aber auch keine bei Ausgaben für das Kleinunternehmen gezahlte Umsatzsteuer beim Finanzamt zum Abzug gebracht werden. Auch der Umsatz erfolgt ohne Umsatzsteuer. Wenn die Gründung als Freiberufler zählt, erfolgt die Besteuerung mit der Einkommenssteuererklärung. In diesem Fall muss der unternehmerische Erfolg aber mittels einer Einnahme-Überschussrechnung (EÜR) dem Finanzamt nachgewiesen werden. Bei Personengesellschaften wie der GbR wird nicht die gemeinsame Personengesellschaft besteuert, jedoch müssen die einzelnen Mitglieder der GbR in ihrer jeweiligen Einkommensteuererklärung ihren diesbezüglichen Gewinnanteil durch die GbR ausweisen und dementsprechend mit ihrem individuellen Steuersatz steuerlich veranlagen lassen. Wenn das neue Unternehmen ein Gewerbe ausübt (mithin im Bereich Handel, Industrie, Handwerk oder Dienstleistung tätig ist) muss die an die jeweilige Gemeinde abzuführende Gewerbesteuer unbedingt einkalkuliert werden. Bei Personengesellschaften, die gewerblich tätig sind, sollten aber Freibeträge genutzt werden. Wenn das Unternehmen Mitarbeiter beschäftigt, muss auf Abführung der Lohnsteuer und der Sozialabgaben geachtet werden. Erfolgt die Gründung als Kapitalgesellschaft (z. B. GmbH) fällt Körperschaftssteuer an. Positive steuerliche Aspekte sind entlastende Faktoren für den Gründer in Form von Abschreibungsmöglichkeiten auf Investitionen in Wirtschaftsgütern und Möglichkeiten, die Kfz-Nutzung steuerlich geltend zu machen. In jedem Fall gehört zum steuerlichen Aspekt dazu, dass alle erfolgten Buchungen wahrheitsgemäß und für die Finanzverwaltung plausibel nachvollziehbar erfasst werden müssen.

Steuerliche Fragen und Finanzierungsaspekte prüfen und planen

Bei der Unternehmensgründung sollten alle steuerlichen Aspekte genau unter Kontrolle bleiben. Fehler und Fehlplanungen können hier fatale und teure Folgen für die Unternehmensgründung haben. Die Finanzierungsmöglichkeit über eine Internetplattform wie smava, auxmoney kann auch eine sinnvolle Alternative zu den klassischen Geschäftsbanken sein. Das ist vor allem der Fall, wenn die Bonität am Anfang nicht auf dem besten Level ist. Hier werden sowohl Kredite von Privatpersonen vermittelt als auch seit neuerer Zeit von einigen Geschäftsbanken. Bei jeder Gründung muss das Augenmerk auch auf der Bewältigung der erforderlichen bürokratischen Hürden liegen. Die rechtliche und tatsächliche Situation in Deutschland ist anders als in den USA zum Beispiel, wo bei der Unternehmensgründung viel weniger Genehmigungen und Zulassungshemmnisse bestehen als in Deutschland. Das gilt auch hinsichtlich der Finanzierung.

 

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