Finanzplanung selber machen – Schritt für Schritt Anleitung

Als Unternehmer ist man immer gut beraten, einen Überblick über die eigene Finanzplanung zu haben. Am einfachsten geht das, wenn Unternehmer die Finanzplanung selbst in die Hand nehmen.

Die Finanzplanung ist kein Hexenwerk, sondern das Ergebnis planmäßiger Überlegungen und Handlungen. Wir helfen Ihnen mit unserer Schritt für Schritt Anleitung einen groben Überblick zum Thema Finanzplanung zu erhalten. Um diesen Teil Ihres Unternehmens selbst in die Hand zu nehmen sollte jedoch noch weitere Fachliteratur zum Thema hinzugezogen werden. Das positive an der eigenständig erstellten Finanzplanung ist in jedem Falle, dass man selbst den Überblick über das Unternehmen hat und jederzeit weiß, wo es Optimierungsbedarf gibt oder wo Gefahr lauert. Doch wie geht man diese große Aufgabe an?

1. Schritt

In einem ersten Schritt müssen Sie sich von allen unabhängig machen, die es gut mit Ihnen und Ihrer Geschäftsidee meinen. Wenn Sie Ihre Finanzplanung selbst realisieren, brauchen Sie nicht auf eine bestimmte Strategie zurückgreifen, die Ihr Berater besonders liebt, sondern können Ihren eigenen Weg festlegen, auch wenn er vom Standard abweicht.

2. Schritt

Ihr Wissen, was Sie zu den Finanzen Ihres Unternehmens im Kopf haben oder an verschiedenen Stellen im Unternehmen verwalten, müssen Sie verschriftlichen und zusammenbringen. So bekommen Sie Schwarz auf Weiß einen Überblick über die finanziellen Mittel und Flüsse Ihres Unternehmens. Schreiben Sie daher folgende Fakten nieder:

– Persönliche Ausgaben
– Umsatzprognose
Investitionsplan
– Kosten des Betriebs
– zu erwartender Gewinn
– Liquidität
– Finanzierungsplan

Werden die Fakten auf diese Weise niedergeschrieben, erkennen Sie leicht, wenn bestimmte Summen nicht zueinander passen. So können Sie auch Ausgaben und zu erwartende Einnahmen gegeneinander aufrechnen und werden erfahren, ob Ihr grober Finanzplan ein Plus oder ein Minus ergibt.

3. Schritt

In einem dritten Schritt bewerten Sie die Liquidität, die sich durch die oben genannte Angaben ergibt. Ist sie sehr gering, müssen Sie sich mit Ihren Unternehmensplänen einschränken und kommen unter Umständen durch eintretende Risiken in Schwierigkeiten. Ist die Liquidität dagegen sehr hoch, können durch Investitionen Ihre Unternehmensziele nach oben korrigiert werden. Hier können Sie auch feststellen, dass das Eigenkapital Ihres Unternehmens zu gering ist und die Finanzierung bestimmter Vorhaben oder eines Teils des Unternehmens durch Fremdkapital lohnend ist.

4. Schritt

Aus dieser Betrachtung erfahren Sie also, welche Höhe Fremdkapital notwendig ist und welchen Anteil das Fremdkapital an der Unternehmung hat. Sie erfahren auch, welche Höhe Eigenkapital benötigt wird, um insgesamt eine Summe zu finanzieren, die eine stabile Liquidität Ihres Unternehmens erlaubt. So können Sie verhandeln und vergleichen auf welche Weise Sie diesen finanziellen Zustand erreichen. Und Sie selbst sind Ihr Finanzberater, dem Sie Ihre Unternehmung am ehesten anvertrauen können.

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Redaktion

ist gelernter kaufmännischer Assistent für Datenverarbeitung sowie Steuerfachangestellter. Er arbeitet aktuell für einer den führenden Wissens- und Informationsdienstleister in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuern im Bereich Softwareberatung. Er verfügt über mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Buchhaltung in den untererschiedlichsten Branchen und ist Autor von Fachpublikationen verschiedener Verlage.
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