Der Buchungssatz

Um vom Beleg zur Buchung zu gelangen, sind verschiedene Zwischenschritte notwendig:

Als erstes überprüfen Sie einen Beleg auf seine rechnerische und sachliche Richtigkeit.

  • rechnerische Richtigkeit = sind die Zahlenangaben korrekt
  • sachliche Richtigkeit = gibt der Beleg den tatsächlichen Geschäftsvorfall korrekt wieder? Stimmt der Beleg mit dem Geschäftsvorfall überein?

Dann formulieren Sie den Buchungssatz.

Ein Buchungssatz hat immer die folgende Form: Sollkonto (Betrag) an Habenkonto (Betrag)

Zuerst wird immer die Sollbuchung mit dem jeweiligen Betrag genannt, dann die Habenbuchung mit dem jeweiligen Betrag.

Unter einer Sollbuchung versteht man die Buchung auf der Sollseite eines Kontos.
Unter einer Habenbuchung versteht man die Buchung auf der Habenseite eines Kontos.

Umsatzsteuerproblematik

Verkaufen Sie Waren oder Dienstleistungen an einen Kunden, so sind sind diese Geschäftsvorfälle mit Umsatzsteuer belastet, d. h. der Nettowarenwert (Nettodienstleistungswert) wird um einen bestimmten Umsatzsteuerbetrag erhöht.

Die Umsatzsteuer wird vom Staat erhoben und muss an diesen abgeführt werden. Der Staat kassiert also grundsätzlich bei jedem Umsatz den Sie tätigen mit.

Die Umsatzsteuer, die Sie von Ihren Kunden für den Staat „einkassieren“, müssen Sie in Ihrer Buchhaltung gesondert erfassen.

In den nachfolgenden Buchungsbeispielen lassen wir die Umsatzsteuer aus Vereinfachungsgründen zunächst außer Betracht., d. h. wir buchen so, als ob es die Umsatzsteuer nicht geben würde.

Zu den Buchungen mit Umsatzsteuer kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt.

Beispiel 1:

Wenn ein Kunde bei Ihnen eine noch offene Rechnung in Höhe von 500 Euro per Banküberweisung bezahlt ergibt sich folgender Buchungssatz:

Bank (500 Euro) an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (500 Euro)

Auf dem Konto „Bank“ wird auf der Sollseite gebucht, da es sich um eine Mehrung auf einem Aktivkonto handelt.

Auf dem Konto „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ wird auf der Habenseite gebucht. Hierbei handelt es sich um eine Minderung auf einem Aktivkonto.

Beispiel 2:

Sie kaufen bei einem Händler Ware für 850 Euro ein und bezahlen diese per Banküberweisung. Der Buchungssatz hierfür lautet wie folgt:

Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (850 Eur)  an Bank (850 EUR)

Auf dem Konto „Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung“ wird auf der Sollseite gebucht, da es sich um eine Minderung auf einem Passivkonto handelt.

Auf dem Konto „Bank“ wird auf der Habenseite gebucht, da es sich um eine Minderung auf einem Aktivkonto handelt.

Zahlreiche andere Beispiele bzw. eine Kontierungshilfe finden sie hier: Klick.

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Redaktion

ist gelernter kaufmännischer Assistent für Datenverarbeitung sowie Steuerfachangestellter. Er arbeitet aktuell für einer den führenden Wissens- und Informationsdienstleister in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuern im Bereich Softwareberatung. Er verfügt über mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Buchhaltung in den untererschiedlichsten Branchen und ist Autor von Fachpublikationen verschiedener Verlage.
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